Turnfahrt Solothurn
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Die 19 Turnerinnen genossen auf Ihrer Turnfahrt zwei tolle Tage in der Barockstadt Solothurn
Am Freitagmorgen standen trotz strömenden Regen, 19 fröhliche Arther-Turnerinnen beim Bahnhof Arth-Goldau und huschten schnell in den Zug. Zum einen, um nicht nass zu werden und zum anderen, weil der Zug auch schon bereit stand. Auf den feinen Kaffee und Gipfeli musste man sich noch ein wenig gedulden. Auf direktem Weg ging es dann aber Richtung Westen, nach Solothurn. Kurz um zehn konnten die Damen bereits ihr Gepäck bei der Jugendherberge deponieren und bei Sonnenschein zum Kaffee laufen. Alle waren schon sehr gespannt auf die kommenden zwei Tage und es gab auch immer etwas zu erzählen.
Die Solothurner Zahl «11»
Judith Meienberg, Mitorganisatorin der Turnfahrt, hat einen direkten Bezug zur Stadt. Sie ist in der Nähe aufgewachsenen und hat in Solothurn ihre Lehre als Uhrenmacherin absolviert. Sie führte die Frauen am Samstagmorgen durch die Stadt und zeigte ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wobei die Zahl «11» in Solothurn eine lange Tradition hat. Gerne bezeichnen Solothurnerinnen und Solothurner die «11» sogar als magische oder gar heilige Zahl. Der Umgang mit der Zahl «11» geht weit in die Geschichte zurück und wird bis heute gelebt. So dienten die beiden Stadtheiligen Urs und Viktor gemäss Legende, zur Zeit des Römischen Reiches, in der 11. Thebäischen Legion und wurden, da sie christlichen Glaubens waren, in Salodurum (Solothurn) enthauptet. Solothurn wurde als 11. Stand der Eidgenossenschaft in der Auflistung der Kantone aufgeführt. 11 Kirchen und Kapellen, 11 Brunnen und 11 Türme gehören zum Stadtbild. Fortgesetzt wird die Elfer-Reihe aus älterer Zeit mit jeweils 11 Zünften, Vogteien, Domherren und Kaplänen. Ob nun einige der Turnerinnen auch das 11i Bier getestet haben, ist bis dato nicht bestätigt und über die 11i Uhr rätseln ein paar Frauen immer noch, aber die jeweils drei Mal elf Treppen zum Dom wurden überprüft und als korrekt bestätigt.
Die Turnerinnen machen Solothurn unsicher
Nach dem feinen und sehr üppigen Mittagesessen stand leider noch Arbeit an. Mit vollem Magen machte sich die Hälfte der Gruppe auf zur Verenaschlucht. Die andere Gruppe versuchte den Täter vom gestohlenen Domschatz ausfindig zu machen. Der Kriminalfall hatte es in sich. Zuerst dauerte es 45 Minuten bis die Technik es den Detektiven überhaupt erlaubte, loszulegen. Danach verlor die Gruppe plötzlich zwei wichtige Hilfssheriffs in den Läden von Solothurn und die Motivation der Gruppe schwand ziemlich, als man beim Rätseln bei den gemütlichen Kaffees und Bars an der Aare vorbei spazierte. Zum Glück konnte man einige Aufgaben auch bei einem Drink am Fluss lösen, so dass man am Schluss doch einen klaren Verdächtigen hatte. Die Auflösung erfolgte aber auch aufgrund der Technik erst am Samstagmorgen. Es waren aber alle froh, dass die Detektive den richtigen Täter ausfindig gemacht hatten und sich die «harte Arbeit» gelohnt hatte. Den Abend genossen die Turnfrauen nach einem kurzen Spaziergang im Bistro «Fleur de Soleure». Trotz noch vollen Magen vom Mittagessen, konnte man dem feinen Buffet im grünen Restaurant (alles war mit Pflanzen und Blumen dekoriert) nicht widerstehen. Beim Rückweg konnten die Frauen noch die letzten Töne der Solothurner Musiktage geniessen und den Abend mit einem feinen Drink an der Aare ausklingen lassen.
De schöne, schöne Aare nah
Am nächsten Morgen waren alle überrascht. Die Sonne war verschwunden und die Aare hüllte sich in einem mystischen grau, es hiess sich wieder warm anzuziehen. Kurz nach dem Frühstück ging es mit dem Schiff der Aare hinauf nach Büren a. A. und leider musste die Turngruppe auf dem Deck Platz einnehmen. Dick eingehüllt, versuchten sich die gequälten Turnerinnen mit Spielen warm zu halten. Ob man beim «Begrifferaten» wegen der Kälte oder wegen dem Hunger «warme Lasagne» oder «Falavel» gewählt hatte, ist noch unklar, aber eine «Wolldecke» hätte sicher geholfen. Nach der Schifffahrt durfte man sich endlich bewegen und die Gruppe machte sich auf den Weg zur gemütlichen Rundwanderung zum Naturschutzgebiet Häftli (ein Altwasserarm der Aare, der durch die Juragewässerkorrektion stillgelegt worden ist). Zum Glück zeigte sich bald wieder die Sonne und die langen Hosen und Jacken wurden in den Rucksack verbannt. Auch das Mittagessen konnte beim „Brätelplatz“ in der Mitte bei Sonnenschein genossen werden. Aber Achtung, plötzlich hiess es „zack, zack“ und im Eiltempo war alles verstaut im Rucksack und weiter ging es. Pünktlich gegen halb drei Uhr war die Gruppe zurück in Büren und konnte sich so noch einen Kaffe oder Glace gönnen, bevor man die Rückfahrt antrat. Ein herzliches Dankeschön den beiden Organisatorinnen Judith Meienberg und Rosie Pfyl für die tolle Turnfahrt.